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Seniorenbeirat Kaiserslautern zum Thema Ältere Menschen und ihre Mobilität.
Die Entwicklung der Bevölkerungszusammensetzung zugunsten älterer Menschen wird sich in Zukunft auch im Straßenverkehr unserer Stadt bemerkbar machen. Verstärkt wird diese Tendenz noch durch Fehlplanungen im Städtebau, durch Probleme beim öffentlichen Nahverkehr , durch mangelhafte Einkaufsmöglichkeiten im nahen Umfeld hervorgerufen durch die Seniorenfeindliche Verlagerung der Handelsketten an den Stadtrand.
Bereits heute sind ca. 20% unserer Autohalter in Kaiserslautern 60 Jahre und älter. Hinzu kommt der Zustrom aus dem ländlichen Gebiet wo eine Erreichbarkeit bestimmter Punkte ohne den Besitz eines eigenen Autos teilweise nicht sichergestellt ist. Für diese Gruppen älterer Kraftfahrer werden nicht nur die Fahrzeughersteller sondern auch die Verkehrsplaner ein neues Planungsverständnis aufbauen müssen.
Auch in Kaiserslautern gilt die Formel Wohnen , Versorgung , Erholung , Bildung ist gleich Verkehr.
Wann soll nun ein älterer Mensch auf sein Auto verzichten. Hier muß man erst einmal das --Alter des einzelnen betrachten. Ausschlaggebend für Mobilitätsverhalten ist die Aktivität. die Vitalität. und die Einstellung jedes einzelnen. Deshalb ist nicht das kalendarische Alter ein Maßstab zur Abgabe des Führerscheins sondern die eigene Verantwortung und auch die Verantwortung der Angehörigen.
Die Statistiken der Unfallgefährdung ab 75 zeigen, daß ab diesem Zeitpunkt ein Ansteigen als Verursacher festzustellen ist. In Zukunft wird jeder dritte Teilnehmer am Straßenverkehr über 65 Jahre alt sein. Die Begegnungen unterschiedlicher Fahrergruppen werden wahrscheinlicher. Oft werden ältere Kraftfahrer als langsame Hindernisse erlebt, während sich viele ältere Kraftfahrer durch jugendliche Drängler unter Druck gesetzt fühlen. Solche Konflikte müssen im Interesse aller möglichst ausgeschaltet werden. Der ältere Kraftfahrer muß erkennen, daß die Umstände im Straßenverkehr nicht ihm angepaßt werden. sondern er muß sich durch sein Verhalten den Bedingungen anpassen.
Eine gesetzliche Grenze zur Einschränkung der Mobilität wegen des alters ist weder möglich noch ist es sinnvoll. Es obliegt erst einmal der Pflicht des Einzelnen seine Fahrfähigkeiten zu beurteilen.
Rücksicht im Straßenverkehr ist keine Frage des Alters, sondern der Vernunft.
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