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So gehen die Täter weltweit vor:
- Es ist Wochenende, abends, die Bank hat zu
- Der Kunde steckt die Karte in den Automaten
- Meist erscheint im Display “Außer Betrieb“
- Die Karte kommt nicht wieder heraus
(weil der Schlitz mit Pappstreifen aus Zigarettenschachteln manipuliert ist.)
- Es kommt auch kein Geld
- Manchmal hängt ein Zettel am Automaten: Bitte PIN noch mal eingeben
- Manchmal bieten Täter ihre Hilfe an und raten, die Geheimzahl mehrmals einzutippen
Unter der Raumdecke oder sogar im oberen Reklameteil des Geldautomaten ist eine winzige Videokamera montiert. Damit wird Ihre Geheimzahl ausgespäht
oder
Personen, die sich im Vorraum aufhalten, spähen Ihre Geheimnummer aus. Nachdem Sie den Raum ohne Geld und Karte wieder verlassen haben, entnehmen die Täter die Karte mit einer Pinzette und räumen Ihr Konto leer.
Noch ein übler Trick die Täter bauen in den Geldausgabeschacht eine kleine Metallbox ein. Dahinein fällt dann Ihr Geld. Nachdem Sie frustriert gegangen sind, kassieren die Täter ab.
Eine andere Betrugsmasche: Mit einem Aufsatzgerät am Eingabeschlitz werden die Magnetstreifen der ec-Karten ausgelesen. Weil die PIN auf den Karten nicht gespeichert ist, werden die Geheimnummern ausgespäht. Mit Kartendoubletten erfolgen unberechtigte Abhebungen im Ausland. Sie selbst besitzen nach wie vor die Originalkarte. Sie merken die Bescherung erst, wenn Sie Ihren Kontoauszug prüfen.
Geldautomaten sprechen nicht Es ist Geschäftszeit, die Bankschalter sind geöffnet. Sie wollen am Geldautomat Geld holen, stecken die ec-Karte in den Eingabeschlitz und geben die PIN ein. In diesem Moment ertönt eine Stimme: “Ihre Karte wurde eingezogen, bitte melden Sie sich am Bankschalter“. Ärgerlich machen Sie sich auf den Weg zum Schalter.
Die Betrüger haben an der Seitenwand des Geldautomaten ein Minitonband mit Magneten befestigt. Sofort nach Eingabe der PIN lösen sie per Fernsteuerung die Bandansage aus. Während Sie am Bankschalter stehen, müssen die Täter nur noch den Betrag am Automaten eingeben und das Geld mitnehmen, die Geheimzahl hatten Sie ja schon eingetippt.
Der bisher einzige Geldautomat der sprechen kann steht in der Eingangshalle der Sparkasse Düren; es handelt sich um einen Geldautomat für Sehbehinderte. Er hat größere Tasten, ein großes Display und Kopfhörer für eine spezielle Sprachausgabe. Der Automat ist auch für Sehende nutzbar
Hat die Bank geschlossen und bekommen Sie kein Geld und die Karte bleibt im Automat stecken, sperren Sie die Karte sofort bei Ihrer Bank oder über die Zentrale Sperrnummer für alle Banken:
01805 021 021
Wenn Sie die Karte nicht sperren, müssen Sie den Schaden durch unberechtigte Abhebungen selbst tragen. Das geht aus einem Urteil des Landgerichts Berlin hervor (Az: 51 S 84/02). Verständigen Sie möglichst über Handy die Polizei. Selbst wenn die Geheimzahl nicht ausgespäht werden konnte, können Betrüger mit Ihrer Karte in vielen Geschäften, wo keine PIN-Eingabe verlangt wird, einkaufen.
Achten Sie darauf, dass niemand sieht, welche Geheimzahl Sie eintippen, Halten Sie am Geldautomaten die Hand über die Tastatur.
Werden von Ihrem Konto Beträge abgebucht, die Sie nicht abgehoben haben, verständigen Sie sofort Ihre Bank. Lehnt die Bank eine Schadensregulierung Ihrer Meinung nach zu Unrecht ab, können Sie sich an die Kundenbeschwerdestelle beim:
Bundesverband deutscher Banken Postfach 04 03 07, 10062 Berlin Tel: 030/1663-0 wenden.
Zählen Sie Ihr Geld nicht in der Öffentlichkeit nach. Dadurch werden Täter angelockt.
Sind Sie behindert oder älter als 75 Jahre? Die Post bringt Ihnen auf Antrag ausnahmsweise kostenlos das Geld ins Haus.
Betrug am Bankeingang Nach Feierabend und am Wochenende kann man nur mittels der ec-Karte in den Bankvorraum zum Geldautomaten und Kontoauszugsdrucker gelangen. Betrüger können den Karten-Eingabeschlitz durch einen Vorbau derart verändern, dass die Eingangstür sich nicht öffnet. Sie werden durch Display oder eine Zettel neben dem Eingabeschlitz, aufgefordert, die PIN einzugeben. Tun Sie es nicht Ihre PIN wird ausgespäht. Keine Bank läßt Kunden erst nach Eingabe der PIN ein.
Quelle: Pfiffige Senioren gegen Trickbetrüger und Trickdiebe
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